June 1, 2020 Georg Krewenka

Ein Segelboot ohne Wind

mein Covid-19 Stimmungsbild

Mein persönliches Covid-19 Stimmungsbild und wie es mir geholfen hat die ersten drei Monaten gut zu meistern.

"Meine berufliche Situation, ausgelöst durch Covid-19,
gleicht einem Aufenthalt auf einem Segelboot ohne Wind und
einem begrenzten Vorrat an Lebensmitteln im Unterdeck."

Als Mitte März der Wind abflaute und das Boot langsam zum Stillstand kam, lief ich noch aufgeregt zwischen Steuerrad und Vorsegel hin und her. Drehte ein wenig am Ruder, zurrte Leinen fest und lockerte sie wieder.

In den Wochen darauf begann ich zu akzeptieren, dass dieser Aktionismus das Boot nicht wieder in Gang brachte. Dafür braucht es den essentiellen Wind und von dem war weit und breit kein Anzeichen.

Zu diesem Zeitpunkt veranstaltete ich regelmäßig Online-Diskussionsrunden zu unterschiedlichen Themen. In einer dieser Session löste Katja von 5P Consulting bei mir ungeahnt ein Umdenken und Strategiewechsel ein.

Ich beschloss das Segel und Steuerrad fortan zu ignorieren solange ich keine aufkommende Brise bemerke.

Somit stellte sich ganz schnell die Frage: Was macht man auf einem Segelboot ohne Wind?

Mir fällt da zum Beispiel ein:

in die Hängematte legen und ein Buch lesen, auf den Masten klettern und die Wellen beobachten, Stundenlang am Funkgerät hängen und mit anderen Seglern plaudern, die verbleibenden Vorräte zählen und rationieren, das Boot streichen, eine Angelschnur auswerfen, zwei Mal täglich die Wettervorhersage studieren (aber nicht öfter!) und über Seekarten alternative Ziele und Routen studieren.

Und genau das habe ich dann auch gemacht:

stundenlang Brio Eisbahn mit meinem Sohn gespielt, Stunden auf Bahnhöfen mit meinem Sohn verbracht und Züge beobachtet, meine Lightroom Presets hier online gestellt, neue Dienstleistungen und Angebote entwickelt, mein Büro aufgeräumt, zahlreiche Lightroom Webinare veranstaltet, meine Liebe zur Fotografie und Film wieder neu entdeckt, knapp 200km durch Wald und Wiese gelaufen, eine Nacht im Freien auf einem Berg verbracht und stundenlang mit Freunden und Partnern telefoniert. (Danke Stefanie, Ali, Peter, Christian, Emi, Manfred, Peter, Anne-Claire und Christoph für eure Zeit und Inspiration)

Im Idealfall gelingt einem das alles in einem möglichst unbeschwerten, losgelösten Zustand. Wie gesagt im Idealzustand. Darum ergänzte ich zu meiner tägliche Morgenroutine eine weitere Tätigkeit, die Meditation. Damit gelingt es mir besser trotz der zeitweise ungewissen Zukunft mit einem Gefühl der Sicherheit in den Tag zu starten.

Bei Sportarten wie Klettern, Laufen, oder MTB erreicht man relativ leicht und schnell einen Flowzustand. Darum vielen Dank an Stephan, Martin, Robert, Flo, Christoph und Gerry für die gemeinsame Zeit draußen in der Natur.

Für alle die gerade ein Team führen und jetzt auch Lust bekommen haben “Gemeinsam Raus” zu gehen, hab ich hier ein Angebot für dich!

"Wenn du ebenfalls irgendwo da draußen auf einem Boot ohne Wind sitzt, habe ich dir vielleicht ein wenig Inspiration geben können.
Wenn du dich dazu gerne austauschen möchtest, melde dich einfach bei mir!"

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